Dobermannzwinger vom Oldenburger Land

Werner Faube

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B.A.R.F.(Biologisch Artgerechtes Rohes Futter)


Die Entwickler von BARF orientierten sich an den Fressgewohnheiten der Wölfe und anderer wildlebender Caniden. BARF ist kein Allheil-mittel und keine Garantie, dass der Hund immer gesund bleibt, aber eine natürliche und gesunde Art der Ernährung für den Hund.

Das Konzept von BARF führt zurück zu einer biologisch artgerechten Ernährung so wie die Hunde früher auch ernährt wurden. Mit dem, was gerade da war und ohne grosses Aufhebens. Bücher brauchte der Halter von damals auch nicht. Man wusste einfach, wie es ging. Leider haben wir vieles davon vergessen und Probleme damit, diesen eher instinktiven und mehr naturverbundenen Umgang mit dem Hund wieder zu beleben. Wir suchen die Lösung in fertigen Rezepten und mathematischen Formeln.

Wolf und Hund ähneln sich vom Verdauungstrakt her noch zu 98%. Das haben sog. Mitochondrien - Tests ergeben. Folglich braucht der Hund tatsächlich noch dasselbe Futter, was ein Wolf frisst / fressen würde.

Ein Beutetier besteht aber nicht zu 20% aus Fleisch und zu 80% aus Getreide, Füllstoffen und Soja. Auch nicht zu 30% aus Fleisch und zu 70% aus pflanzlichen Zutaten (wie bei den hochwertigen Tofu - Sorten). Es besteht zu 70% (mindestens) aus Fleisch, der Mageninhalt (Pflanzen) machen vielleicht 5-10% aus, dann kommen noch Knochen, Fell, Blut u. ä. dazu.
Über Millionen von Jahren hat sich der Vorfahre des Hundes fast unverändert von roher tierischer und pflanzlicher Kost ernährt. Im Zuge der Domestikation bereicherte sich der Speiseplan um menschliche Abfälle und Tischreste. Eine äusserst abwechslungsreiche Ernährung, die sich über Tausende von Jahren nicht wesentlich änderte. Eine Ernährung, an die der Hund auch heute noch physiologisch angepasst ist.
Die industrielle Futterherstellung ist etwa 70 Jahre jung und brachte eine radikale Änderung. Bis zu diesem Zeitpunkt bestand die Nahrung hauptsächlich aus rohen fleischigen Knochen, zu einem geringeren Anteil an Muskelfleisch, Innereien und anderen vollwertigen Rohstoffen tierischen und pflanzlichen Ursprungs. Gekochte Nahrung und Getreide machten nur einen ganz kleinen Teil aus.


Vorteile:
Beim BARF kann man den Fleischanteil auf eine Menge hochschrauben, die einem sinnvoll erscheint. Je nach Alter und Aktivität des Hundes 70-80%. Das potentiell Allergieauslösende Getreide kann auf ein Minimum reduziert werden (einmal pro Woche Reis oder Hundeflocken), ansonsten gibt es Vitamine (die das TroFu künstlich enthält) in natürlicher Form: Obst, Gemüse, Kräuter.

Bei der Trocknung von Lebensmitteln zu Trockenfutter gehen eine Menge Vitalstoffe verloren (Vitamine etc.). Diese werden dann vom Hersteller wieder hinzugefügt. Es sind aber meist künstliche Produkte, die mit dem natürlichen Vorkommen nicht immer viel gemeinsam haben und auch vom Organismus in keiner Weise so verwertet werden können, wie die natürlichen Vitamine, Mineral- und Vitalstoffe.

Bei frischem Fleisch und frischem Gemüse muss man bei einem (gesunden) Hund aber keine künstlichen und damit oft auch schädlichen, Zusätze geben, weil im Frischfutter nämlich noch alles drin steckt.

Es gibt natürlich viele Zusätze, die bestimmte Wirkungen haben und dem Hund „gut tun“, sie sind aber nicht zwingend notwendig. Calcium z. B. kann man über Milchprodukte, Knochen oder gemahlene Eierschalen in ausreichendem Maße zuführen.

Wir Menschen sind in unserem ganzen Stoffwechsel, Wachstum, etc., nicht weniger kompliziert als Hunde. Aber kommen einem von uns die Gedanken: „Hoffentlich krieg ich keine HD! Hoffentlich sind meine Blutwerte gut! Hoffentlich wächst mein Haar schön!“
Und warum soll gerade der Hund das einzige Wesen auf dem Planeten sein, welches NUR mit Fertigfutter überleben kann, welches ja anderwärtig doch schon ziemlich verpönt ist?! Wir essen doch auch nicht nur Tütensuppen zum überleben?!


Wirklich roh?
Beim Barfen füttert man ALLES Fleisch und Gemüse roh. Grundsätzlich! Gekocht wird eigentlich nur Reis, Kartoffeln oder Hirse und Co gegeben. Jetzt denken viele: Aber im Fleisch sind doch Parasiten, Salmonellen und so weiter. Darf der Hund das überhaupt? Hunde dürfen sehr wohl rohes Fleisch fressen. Ihre Ahnen oder Verwandten, die Wölfe, haben immer rohes Fleisch gefressen. Noch nie hatte ein Hund die Möglichkeit sein Futter selbst zu kochen. Natürlich frass er schon immer die Essenreste der Menschen, aber auch rohe Schlachtabfälle usw.

Rohes Schweinefleisch sollte man allerdings nicht geben. Wegen dem Aujetzki-Virus, wobei eine Infektion bei Hunden immer tödlich ausgeht. Allerdings gilt Deutschland nun schon seit einiger Zeit als Aujetzki-frei. Aber man muss sich ja nicht unbedingt da drauf verlassen.
Das Hunde generell von rohem Fleisch krank werden ist eine unhaltbare Aussage. Außerdem geben wir beim barfen auch kein „Abfallfleisch“, sondern solches, welches von Tieren, die für den Menschlichen Verzehr zugelassen sind, stammt. Auch darauf können natürlich Erreger diverser Krankheiten sein, mit welchen aber ein gesunder Hundeorganismus leicht fertig wird. Am meisten werden Salmonellen angeführt.

Bei einem „Massentest“ in einem BARFer - Forum, wurden viele Hunde auf Salmonellen getestet. Ein einziger Hund wurde positiv befunden, der hatte aber noch nie rohes Fleisch bekommen. Kein rohernährter Hund wurde positiv getestet. Auf diversen Kauartikeln, wie Schweineohren und Ochsenziemern finden sich oft Unmengen von Salmonellen. Und ein Hund, dessen Organismus von dem ständigen Verzehr nicht artgerechtem Futters geschwächt ist, kann sich damit auch leicht infizieren.
Ebenso werden von BARF - Gegnern oft Erkrankungen durch Neosporose, Toxoplasma usw. angeführt.
Wieder gilt auch hier, dass ein Hund der ein gesundes Immunsystem hat, diese Krankheiten ohne jede Symptome durchmachen KANN und dann dagegen immun ist. Hunde mit geschwächtem Immunsystem können allerdings schwer erkranken.
Eine Überlegung dazu: Raubtiere im Zoo werden schon immer mit „krankmachendem“ rohem Fleisch gefüttert. Die Zootierärzte würden das Leben ihrer Schützlinge bestimmt nicht derart leichtfertig aufs Spiel setzen, wenn es soooooo gefährlich wäre. Das sind auch alles Fleischfresser und gar nicht sooo viel anders als unsere Hunde!
Und noch was wichtiges: Das der Verzehr von rohem Fleisch Hunde aggressiv macht, ist ein unhaltbares Ammenmärchen und entbehrt jeglicher Realität!


Was füttert man denn genau beim Barfen?

Hauptbestandteil der Hundenahrung sind Fleisch und Knochen:
- Rind: Muskelfleisch, Schlund, Kopffleisch, Stichfleisch, Kronfleisch, Zwerchfell, Herz, Milz, Niere, Pansen, Blättermagen, Leber, alle Knochen, besonders Rippen, Brustbein und alle weicheren
- Huhn: Alles
- Lamm: wie bei Rind, nur kein Pansen
- Fisch: ganze Fische
- Kaninchen / Hase: ganz
Auch wenn Deutschland mittlerweile als Aujetzki frei gilt; Schweinefleisch wegen der Gefahr einer Infektion mit dem für Hunden tödlichen Aujetzki - Virus meiden, oder nur gekocht füttern!

Die Ernährung wird mit Gemüse und Obst ergänzt. Gemüse / Obst wird immer püriert gefüttert, weil Hunde nicht in der Lage sind pflanzliche Zellen zu erschliessen und so die enthaltenden Vitamine nicht nutzen können.

Verfüttert werden können: Karotten, Zucchini, Fenchel, Lauch, Sellerie, Äpfel, Birnen, Bananen, Kiwi, Obst der Saison (Erdbeeren, Aprikosen, Pfirsich usw.).
Der Gemüsebrei sollte zu 50% aus grünem Blattgemüse, wie Kopfsalat, Rucola, Löwenzahn, Feldsalat, Kresse, Endivien, Brennesseln usw. bestehen. Milchprodukte (Hüttenkäse, Joghurt, Quark) können zusätzlich zum Gemüsebrei, aber auch als mittägliche Zwischenmahlzeit einige male in der Woche gegeben werden.

Rohe Kartoffeln, Avocado und Weintrauben enthalten Stoffe, welche für Hund giftig sind und dürfen nicht verfüttert werden!

Beim BARFEN spielt die Fütterung von Getreide eine untergeordnete Rolle. Zweifelsfrei benötigt der Hund Kohlenhydrate in Form von Glykogen - der tierischen Stärke. Ob Hunde aber nun Kohlenhydrate in Form von Getreide benötigen, ist mehr als diskutiert. Wirft man bei diesem Punkt einen Blick auf Industriefutter, wird einem sofort klar, dass dort Getreide in Unmengen enthalten ist - meist bei weitem mehr als die Hälfte. Das ist aber auf keinen Fall artgerecht.
Wer aber nicht auf die Fütterung von Getreide verzichten möchte, kann durchaus das Futter mit diversen gekochten oder gut gequollenen (mind. 4 Std.) Flocken anreichern. Gegeben werden können Hafer, Gerste, Weizen, Hirse, Dinkel, Amaranth, Reis ebenso Kokosflocken und Couscous. Nudeln haben wirklich nur sattmachende Funktion. Besser:
- Haferflocken (eingeweicht / gequollen)
- Reis (matschig gekocht)
- Gekochte zerdrückte Kartoffeln - mit dem Fleisch gemischt

Einige Vitamine sind fettlöslich und damit der Hund sie aufnehmen kann, muss dem Futter Öl beigefügt werden.
An Ölen eigenen sich Leinöl, Nachtkerzenöl, Distelöl, Olivenöl, Traubenkernöl, Hanföl und Rapsöl - mehrere Sorten davon im Wechsel. Ebenso kann man ab und zu Fischöl, Lachsöl oder Lebertran verwenden. Aber bitte sparsam, weil es zu einer Überversorgung an Vitamin A und D kommen kann!

Wie und wieviel füttert man?
Das Fleisch bekommt der Hund entweder in einem Stück (Pansen, Rinderlefzen, Rindermuskelfleisch, Hühnerhälse, Flügel Putenhals usw.), oder in Gulasch grosse Stücke geschnitten. Bei Hunden, die sehr zum schlingen neigen, kann man auch gewolftes Fleisch (also durch den Wolf gedrehtes) anbieten. Mit einem gutem Fleischwolf lassen sich auch kleinere Knochen wie Hühnerhälse, Flügel oder Karkassen wolfen.

Als Futtermenge kann man ca. 2-3% des Körpergewichtes an Nahrung berechnen. Das kommt aber auch immer auf das Alter, die Aktivität und den gesamten Zustand des Hundes an. Ca. 70% der täglichen Ration bestehen aus Fleisch, der Rest aus Gemüse und Obst oder ggf. Getreide.
Wenn der Hund zu - oder abnimmt, was man am Anfang mit regelmässiger Gewichtskontrolle überprüfen sollte, erhöht oder kürzt man dementsprechend die Ration.

Quelle: Barf von http://www.kirasoftware.com/index.php

Um sicher zu gehen, dass der Hund eine ausgewogene Ernährung bekommt und auch mit alle wichtigen Vitaminen versorgt ist, kann man an der LMU München seinen Futterplan analysieren lassen. 

Mehr Informationen dazu unter:
http://www.ernaehrung.vetmed.uni-muenchen.de/service/ernaehrungsberatung/eb_hunde/index.html

Buchempfehlungen:
“Katzen würden Mäuse kaufen: Schwarzbuch Tierfutter” von Hans-Ulrich Grimm
“Hunde würden länger leben, wenn ...: Schwarzbuch Tierarzt” von Dr. med. vet. Jutta Ziegler
“B.A.R.F. - Artgerechte Rohernährung für Hunde: Ein praktischer Ratgeber” von Barbara Messika und Sabine Schäfer


Welpenernährung

  • Gerade Welpen haben viel Hunger und müssen nach einem bestimmten Ernährungsplan gefüttert werden.
    Wichtig ist es, sich zu erkundigen, was der Welpe vorher (beim Züchter) zu fressen bekommen hat.
    Die Art und Zusammensetzung der Nahrung sollte nicht abrupt geändert, sondern zunächst beibehalten und bei Bedarf dann langsam verändert werden, da Welpen in dieser Hinsicht ziemlich empfindlich sind. Ihr noch sehr sensibles Verdauungssystem würde auf zu schnelle Nahrungsänderungen mit Durchfall reagieren. In den ersten drei Lebensmonaten erhält der Welpe vier Mahlzeiten täglich.
    Eine Empfehlung wäre beispielsweise um 8, 12, 16 und 20 Uhr zu füttern.
    Ab den vierten Lebensmonat können Sie dann die Mahlzeiten auf dreimal täglich beschränken und mit einem guten halben Jahr genügt es, den Hund nur noch zweimal am Tag zu füttern.
    Insgesamt sollten Sie bei der Fütterung eines Welpen maßvoll sein, da ein überernährter kleiner Hund zu dick und oftmals auch zu schnell wächst. Dadurch können bleibende Schäden im Bau des Skeletts entstehen.

Hunde artgerecht füttern

  • Der Hund - ein Allesfresser?
    Über die richtige Ernährung für den Hund wird, immer wieder diskutiert. Was ist besser Trockennahrung oder Dosenfutter?
    Gekochtes Essen oder rohes Fleisch?
    Hunde fressen im Grunde alles.
    Sie mögen Fleisch, Gemüse, Getreide, Obst, Kräuter, Brot oder auch Innereien.
    Als Nachfahre des Wolfes ist der Hund tendenziell ein Fleischfresser. Trotz alledem hat er eine Vielzahl von Backenzähnen, mit denen er pflanzliche Nahrung zerkleinern kann.
    Wer wenig Zeit hat, dem steht ein großes Angebot an Fertignahrung zur Verfügung. Die Preise und die Qualität sind unterschiedlich.
    Wer Wert auf frische Zutaten legt, kann das Essen selbst kochen. Wichtig ist, das beim Hundeessen auf Bratensoße und Gewürze verzichtet wird.
    Gekochtes Fleisch mit Gemüse und Kartoffeln (Reis oder Nudeln) ist für den Hund eine Delikatesse.
    Auch rohes Gemüse (Karotten...) oder Obst (Äpfel...) nehmen die Hunde gerne an.
    Zurzeit ist die Rohfütterung wieder in Mode. Der Trend stammt aus den USA und nennt sich "BARF" (Biologisches artgerechtes rohes Futter). Der Vierbeiner erhält ausschließlich rohes Essen - ob Fleisch oder Gemüse.
    Diese Methode ist sehr umstritten und man befürchtet eine Mangelernährung und eine Übertragung von Krankheiten, die durch Bakterien oder Parasiten im rohen Fleisch ausgelöst werden können.
    Last but not least:
    Es gibt eine genügend große Auswahl an Trocken - und Dosenfutter, die sehr ausgewogen zusammengesetzt sind und alles enthalten, was der Hund braucht.
    Man sollte beim Kauf von Hundefutter auf folgendes achten:

    • Fleisch von lebensmittelgeeigneten Tieren
    • Bio Getreide wie Reis, Mais und Gerste
    • Fette in Lebensmittelqualität
    • keine Nebenprodukte
    • kein Tiermehl, kein Kadavermehl
    • natürlich konserviert
    • frei von chemischen Zusätzen
    • keine künstlichen Antioxidantien
    • keine künstlichen Konservierungs-, Farb- und Aromastoffe


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